HIS fordert die Weiterführung der Ausbildung zum Holzbearbeiter/zur Holzbearbeiterin EBA

Viele Zimmereibetriebe sind mit der zweijährigen Attestausbildung zum Holzbearbeiter/zur Holzbearbeiterin EBA offenbar nicht zufrieden, wie Vorabklärungen des Verbands Holzbau Schweiz ergeben haben. Die Delegiertenversammlung von Holzbau Schweiz hat deshalb Mitte Juni die von der zuständigen Kommission vorgeschlagene Totalrevision des Ausbildungsganges Holzbearbeiter/Holzbearbeiterin EBA abgelehnt. Stattdessen sollen das gesamte Holzbau-Berufsfeld inkl. EFZ-Ausbildung im Detail überprüft und allfällige Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. HIS fordert dezidiert die Weiterführung der Ausbildung zum Holzbearbeiter/zur Holzbearbeiterin EBA.

Aus Sicht der Holzindustrie entspricht der Holzbearbeiter EBA einem betrieblichen Bedürfnis. Auch wenn die Anzahl der Lernenden tendenziell rückläufig ist, stellen wir eine grosse Zustimmung bei denjenigen Betrieben fest, die selbst Holzbearbeiter EBA mit Schwerpunkt Industrie ausbilden. EBA-Absolventen gelten als zuverlässige und treue Mitarbeitende, die gerade in der Massenfertigung ihre Stärken ausspielen können. Industrielle Produktionen gibt es auch zunehmend im Holzbau. Es gibt immer wieder EBA-Lernende, die später erfolgreich die Lehre zum Holzindustriefachmann EFZ absolvieren können. Damit kann dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Ohne Holzbau Schweiz als Partner kann der Holzbearbeiter EBA in der Industrie nicht weitergeführt werden. HIS ist deshalb klar der Überzeugung, dass das Berufsbild Holzbearbeiter EBA in gleicher oder ähnlicher Form weitergeführt werden sollte.

HIS hat Holzbau Schweiz seine Position schriftlich mitgeteilt und erwartet, bei den weiteren Entwicklungen aktiv einbezogen zu werden.