Schwieriges Marktumfeld belastet deutsche Holzindustrie

Die wirtschaftliche Lage der deutschen Säge- und Holzindustrie hat sich laut dem Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) weiter verschärft. Nachdem die Produktion bereits 2025 auf den tiefsten Stand der vergangenen zehn Jahre gefallen ist, rechnet der Verband für 2026 mit einem weiteren Rückgang von 9 bis 10 Prozent.

Als Hauptursachen nennt der DeSH die anhaltend schwache Baukonjunktur. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland so wenige Wohnungen fertiggestellt wie zuletzt 2012. Auch die zuletzt leicht steigenden Baugenehmigungszahlen haben bislang nicht zu einer spürbaren Marktbelebung geführt. Die erhoffte Erholung im Frühjahr blieb aus. Zusätzlich belasten die im europäischen Vergleich hohen Rohstoff- und Energiekosten die Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Zunehmende geopolitische Spannungen erschweren zudem den Export und schränken wichtige Absatzmärkte ein.